Podcast: Wasserstoff – Multitalent für den Klimaschutz

Im Juni 2020 hat die Bundesregierung die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Mit ehrgeizigen Zielen – und mit einem großen Preisschild. Neun Milliarden Euro will allein der Bund in den nächsten Jahren dafür ausgeben, dass Wasserstoff eine universelle Säule zum Erreichen der Pariser Klimaziele wird: direkt als Energieträger eingesetzt, als Rohstoff für die Herstellung alternativer Kraft- und Brennstoffe oder für die CO2-freie Stahlproduktion. Er soll helfen, heute noch fossile Energiequellen und chemische Grundstoffe so weit wie möglich abzulösen. Dafür darf der Wasserstoff auf lange Sicht nur noch „grün“ erzeugt werden – aus Wind- und Solarenergie oder Wasserkraft.

Der Plan sieht vor, von heute an bis ins Jahr 2050 die Energieversorgung komplett umzukrempeln. Anlagen zur grünen Erzeugung und Weiterverarbeitung von Wasserstoff sollen im großen Maßstab aufgebaut und eine neue Infrastruktur für den Transport und die Verteilung des Wasserstoffs geschaffen werden – übrigens nicht nur in Deutschland, sondern international. Dazu beabsichtigt die Bundesregierung, dass deutsche Wasserstoff-Technologie im großen Stil exportiert und durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Inland auch zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor wird.

Doch wie lässt sich die Herausforderung meistern, mit der Produktion von „grünem“ Wasserstoff dem Anspruch und Bedarf schnell genug hinterherzukommen. Wie kann die Transformation der Energieversorgung sinnvoll organisiert werden?

Darum geht es im aktuellen „Future Fuels“-Podcast des IWO Instituts für Wärme und Mobilität „Wasserstoff: Multitalent für den Klimaschutz“. Gesprächspartner sind Kurt-Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der Nationalen Organisation Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH), die als bundeseigene GmbH mit zuständig ist für die Umsetzung der Wasserstoffstrategie, und Professor Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, in dem sich die Unternehmen der deutschen Raffinerieindustrie vereinen – bereits heute Großverbraucher von Wasserstoff, der aktuell jedoch noch fast ausschließlich aus fossilen Rohstoffen hergestellt wird.

 

 

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