Next Generation: Fortschrittliche Biobrennstoffe aus Reststoffen oder Algen

Biokraftstoffe haben es in Deutschland bisweilen schwer. Dabei ist die Idee, flüssige Energieträger auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen, für den Klimaschutz äußerst sinnvoll. Denn sie verursachen wesentlich weniger Treibhausgasemissionen als konventioneller Sprit. Mit den Biobrennstoffen der zweiten Generation könnte ein Neustart gelingen.

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,An Biokraftstoffen wird bereits seit der Jahrtausendwende geforscht. Aus Feldfrüchten wie Raps, Mais oder Zuckerrohr wurden die sogenannten Biokraftstoffe der ersten Generation gewonnen. Sie werden heute als E10, also Benzin, dem Ethanol beigemischt ist, oder als Biodiesel, einer Mischung aus konventionellem Diesel und beispielsweise Rapsöl-Methylester, getankt.

Doch die Diskussion, ob Nahrungsmittel auf den Teller oder in den Tank gehören, und die oftmals mit dem Anbau der Pflanzen verbundenen indirekten Landnutzungsänderungen führten zu einem Umdenken. In der Fortschreibung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (REDII) werden daher Biokraftstoffe der zweiten Generation aus Rest- und Abfallstoffen klar bevorzugt.

Die Herstellung regenerativer flüssiger Energieträger auf Basis von Biomasse läuft unter dem englischen Begriff „Biomass-to-Liquid“ (BtL): Brennstoffe werden aus Abfällen und Reststoffen biogener Herkunft hergestellt, zum Beispiel aus landwirtschaftlichen Pflanzenresten, Stroh oder forstwirtschaftlichem Restholz. Auch an der Herstellung von Benzin und Diesel aus Altpapier oder sogar aus Klärschlamm wird geforscht. Die Verwendung dieser Sekundärrohstoffe ist besonders klimaschonend, bedarf aber komplexer technischer Verfahren und Produktionsanlagen. Deshalb laufen in diesem Bereich zahlreiche Forschungsprojekte und es gibt auch bereits erste Pilot- und Demonstrationsanlagen.

Eine andere regenerative Rohstoffbasis sind Algen: Dass Algen zur Herstellung von Biokraftstoffen verwendet werden können, die in ihrer Zusammensetzung den heute im Verkehrssektor eingesetzten Kraftstoffen ähneln, ist bereits erwiesen. Nun arbeiten Forschung und Entwicklung an wirtschaftlichen Produktionsprozessen. Wenn das gelingt, ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine treibhausgasneutrale Zukunft mit flüssigen Energien. 

Mehr über die Herstellung von treibhausgasreduzierten Brenn- und Kraftstoffen auf Basis von Algen und Biomasse zeigt das Video.

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