Erste Großanlage zur Herstellung von E-Fuels

Update am 29. Januar 2021 | In Chile entsteht die erste kommerzielle Großanlage zur Herstellung von E-Fuels. Bis 2026 soll die Produktion schrittweise auf 550 Millionen Liter E-Fuels pro Jahr gesteigert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie.

Porsche Tankdenkel Herstellung eFuels

Porsche und Siemens Energy treiben in Zusammenarbeit mit ExxonMobil und weiteren Partnern die Entwicklung klimaneutraler Kraftstoffe voran: In Chile bauen sie eine Anlage, die bereits in 2022 rund 130.000 Liter E-Fuels erzeugen soll. In zwei Schritten soll die Kapazität dann bis 2024 auf rund 55 Millionen Liter und bis 2026 auf 550 Millionen Liter E-Fuels pro Jahr gesteigert werden.

Im Januar 2021 hat das deutsche Energieunternehmen Mabanaft zudem mit der verantwortlichen Projektgesellschaft HIF (Highly Innovative Fuels) eine Absichtserklärung über den Kauf und Verkauf von jährlich bis zu 500 Millionen Litern klimaneutral erzeugter E-Fuels aus den Anlagen der HIF-Projekte in der chilenischen Region de Magallanes vereinbart.

Jonathan Perkins, CEO von Mabanaft, unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation und kommentiert: „Mabanaft möchte eines der ersten Unternehmen in Deutschland und Europa sein, das seine Kunden mit CO2-neutralen E-Fuels über sein umfangreiches Netzwerk von Tankstellen und Großhandelsstandorten versorgt. Unsere Zusammenarbeit mit HIF wird es uns ermöglichen, innerhalb weniger Jahre erhebliche Mengen dieses innovativen Kraftstoffs auf den deutschen und europäischen Markt zu bringen.“

Standortvorteil für erneuerbare Stromerzeugung

Mit dem Pilotprojekt „Haru Oni“ im Süden Chiles machen sich die Partner einen entscheidenden Standortvorteil zunutze: In der Provinz Magallanes gibt aus ihrer Sicht hervorragende klimatische Bedingungen für die Windenergie und dementsprechend niedrige Strompreise. Daher sehen sie großes Potenzial für die Produktion, den Export sowie die lokale Nutzung von grünem Wasserstoff , der auch zur Herstellung klimaneutraler E-Fuels benötigt wird.

Christian Bruch, CEO von Siemens Energy betont: „Erneuerbare Energie wird nicht mehr nur dort produziert, wo sie gebraucht wird, sondern wo natürliche Ressourcen wie Wind und Sonne in großen Mengen vorhanden sind. Es werden also weltweit neue Lieferketten entstehen, um regenerative Energien von einer Region in die andere zu transportieren. Das ist insbesondere für Deutschland wichtig, das unterm Strich Energie importieren muss, um den landesweiten Bedarf decken zu können.“

Porsche und Siemens Energy treiben in Zusammenarbeit mit ExxonMobil und weiteren Partnern die Entwicklung klimaneutraler Kraftstoffe voran: In Chile bauen sie eine Anlage, die bereits in 2022 rund 130.000 Liter E-Fuels erzeugen soll. In zwei Schritten soll die Kapazität dann bis 2024 auf rund 55 Millionen Liter und bis 2026 auf 550 Millionen Liter E-Fuels pro Jahr gesteigert werden.

Im Januar 2021 hat das deutsche Energieunternehmen Mabanaft zudem mit der verantwortlichen Projektgesellschaft HIF (Highly Innovative Fuels) eine Absichtserklärung über den Kauf und Verkauf von jährlich bis zu 500 Millionen Litern klimaneutral erzeugter E-Fuels aus den Anlagen der HIF-Projekte in der chilenischen Region de Magallanes vereinbart.

Jonathan Perkins, CEO von Mabanaft, unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation und kommentiert: „Mabanaft möchte eines der ersten Unternehmen in Deutschland und Europa sein, das seine Kunden mit CO2-neutralen E-Fuels über sein umfangreiches Netzwerk von Tankstellen und Großhandelsstandorten versorgt. Unsere Zusammenarbeit mit HIF wird es uns ermöglichen, innerhalb weniger Jahre erhebliche Mengen dieses innovativen Kraftstoffs auf den deutschen und europäischen Markt zu bringen.“

Standortvorteil für erneuerbare Stromerzeugung

Mit dem Pilotprojekt „Haru Oni“ im Süden Chiles machen sich die Partner einen entscheidenden Standortvorteil zunutze: In der Provinz Magallanes gibt aus ihrer Sicht hervorragende klimatische Bedingungen für die Windenergie und dementsprechend niedrige Strompreise. Daher sehen sie großes Potenzial für die Produktion, den Export sowie die lokale Nutzung von grünem Wasserstoff , der auch zur Herstellung klimaneutraler E-Fuels benötigt wird.

Christian Bruch, CEO von Siemens Energy betont: „Erneuerbare Energie wird nicht mehr nur dort produziert, wo sie gebraucht wird, sondern wo natürliche Ressourcen wie Wind und Sonne in großen Mengen vorhanden sind. Es werden also weltweit neue Lieferketten entstehen, um regenerative Energien von einer Region in die andere zu transportieren. Das ist insbesondere für Deutschland wichtig, das unterm Strich Energie importieren muss, um den landesweiten Bedarf decken zu können.“

Zeichnung der Anlage zur Herstellung eFuels

Fördergeld vom Bund im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie

Siemens Energy deckt als Co-Entwickler die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von den Windturbinen zur Erzeugung des Ökostroms über das Elektrolyse-Verfahren zur Erzeugung von grünem Wasserstoff bis zur Methanol-Synthese mithilfe von aus der Luft gefiltertem CO2. Im Zuge der deutschen Wasserstoffstrategie erhält Siemens Energy für das Projekt vom Bundeministerium für Wirtschaft und Energie eine Förderung in Höhe von rund 8 Millionen Euro.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Wir wissen, dass wir unseren Wasserstoff-Bedarf nicht allein aus heimischer Produktion werden decken können, sondern internationale Partnerschaften benötigen. Es freut mich daher zu sehen, dass Siemens Energy und Porsche Produktionskapazitäten im Ausland und Importstrukturen für grünen Wasserstoff und dessen Folgeprodukte aufbauen.“

Vom Wasserstoff über grünes Methanol zum E-Fuel

Um den grünen Wasserstoff zu erzeugen, spalten Elektrolyseure mittels Windstrom Wasser in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff. Im zweiten Schritt ist vorgesehen, CO2 aus der Luft zu filtern um dieses anschließend mit dem grünen Wasserstoff zu Methanol zu synthetisieren.

Dieses erneuerbare Methanol soll dann mittels der von ExxonMobil lizensierten Methanol-to-Gasoline (MtG)-Technologie in Kraftstoff umgewandelt werden. Das Ergebnis ist herkömmliches Benzin mit praktisch keinem Schwefel- und niedrigem Benzolgehalt. Es kann entweder direkt als regenerativer Kraftstoff verwendet werden oder mit herkömmlichen Raffinerieprodukten gemischt werden.

Pilotphase im Porsche-Motorsport

Hauptabnehmer des alternativen Kraftstoffs aus Chile wird zunächst Porsche sein. Dort plant man die E-Fules in Leuchtturmprojekten einzusetzen, etwa in Fahrzeugen des Porsche-Motorsports sowie in den Porsche Experience Centern. Perspektivisch soll der klimaneutrale Treibstoff auch in Seriensportwagen zum Einsatz kommen.

Porsche-CEO Oliver Blume sagt: „E-Fuels sind ein zusätzlicher Baustein auf dem Weg zur Dekarbonisierung. Die Vorteile liegen in der einfachen Anwendung: E-Fuels sind in Verbrennern und Plug-In-Hybriden einsetzbar und nutzen das vorhandene Tankstellennetz.“

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